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| Das Ötztal wandelt sich: mehr Action, weniger Tradition |
| Geschrieben von: Jens |
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Das Ötztal war lange dafür bekannt, ein friedliches Seitental im österreichischen Tirol zu sein, dass zum Erholen und zum Wintersport einlädt. Doch mit dieser Ruhe ist es vorbei, denn das Tal soll zukünftig ein noch größer Touristenmagnet werden und wird deshalb ständig modernisiert. Im Winter wird der Après Ski mit wilden Partynächten zelebriert und auch im Sommer sollen die Urlauber in Österreich zukünftig durch ein aufregendes Tages- und Nachtleben angelockt werden. Das neueste Highlight der Region ist die Area 47, eine weltweit einzigartige Außensportanlage, die alle Möglichkeiten des Outdoorsports anbietet. Und so findet man im Ötztal Schirmbars neben urigen Wäldern, Kuhwiesen, die durch Freizeitanlagen verdrängt wurden, und Nachtclubs, die die Aussicht auf Gletscher nehmen. Größer könnte der optische Kontrast nicht sein und auch menschlich spitzt sich die Lage im einst friedlichen, touristischen Ballungszentrum Österreichs zu. Die alt eingesessenen Bewohner des Tals bangen um ihre Natur und den Verlust des Dorflebens und wehren sich vehement gegen die Modernisierungsmaßnahmen. Dennoch müssen sie zeitgleich einsehen, dass die neuen Einrichtungen zwingend benötigte Arbeitsplätze in die beschauliche Gegend bringen und die Wirtschaft ankurbeln. Außerdem wird bei den Bauvorhaben darauf geachtet, dass die Natur in ihrer ursprünglichen Schönheit erhalten bleibt und das Ötztal nur durch neue Attraktionen bereichert wird, um noch mehr Menschen anzulocken, ihren Urlaub dort zu verbringen. Und so ist es wohl eine Hassliebe zwischen Natur und Moderne, da beide einander nicht wirklich wollen, sich aber dennoch brauchen. Durch genau diesen Kontrast entsteht ein spannendes Urlaubsparadies, dass friedliche Ruhe mit Action und Spaß kombiniert und allerhand zu entdecken bietet. |
